Öl-Katastrophe: Einsatz von Atombombe?

Bisher sind alle Versuche das Bohrloch der Deepwater-Horizon zu schließen gescheitert. Die Bohrinsel von BP (British Petroleum bzw. „beyond petroleum“) war Ende April 2010 nach einer Explosion gesunken und hat das offene Bohrloch zurückgelassen, durch das nun ständig Erdöl in den Golf von Mexiko gespült wird.

Nukleare  ExplosionAuch der aktuelleste Versuch – die Operation bzw. Methode „Top-Kill“, bei der Schlamm, Zement und anderes schweres Material mit großen Druck in das Bohrloch gepumpt wurde um es zu verschließen – gilt nun offiziell als gescheitert.

Nun werden Rufe nach dem Einsatz einer kleinen [sic] Atombombe laut. Dies basiert einerseits auf einer Empfehlung der russischen Zeitung „Komsomoloskaya Pravda„, nach deren Aussagen in Russlang bereits mehrfach Ölquellen oder Bohrlöcher mit geziehlten Sprengungen von Atombomben geschlossen wurden. Gleichzeitig heißen auch viele Amerikaner diesen Vorschlag gut und üben Druck auf das Weiße Haus aus.

In einem Artikel auf Telepolis gibt es dann auch folgendes zu lesen:

„Matt Simmons, der Gründer der Energie-Invedstmentbank Simmons & Company sagte gegenüber Bloomberg News, dass die Regierung nun die Zügel in die Hand nehmen müsse. Der Einsatz einer kleinen Atombombe sei wohl die einzige noch verbleibende Möglichkeit, das Loch zu schließen.“
[Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/2/147723]

Ich frage mich nur: Ist das wirklich euer Ernst? Ist das reiner Populismus? Und denkt hier noch irgendjemand (wirklich!) an die Umwelt?

Werbeanzeigen

Gelebte Politik – 449 Stimmen von 88 Abgeordneten

Über @ArminWolf  (Twitter) habe ich diese nette kleine visuelle Anekdote bekommen: „Hier das köstliche YouTube-Video aus der ZiB2: Wie 88 Abgeordnete in der Duma 449 Stimmen abgeben (ab 0.35 min)“

Hier unterhalb ist das entsprechende YouTube-Video (leider in russisch). Einfach bis Minute 0:35 warten.

Selbstmorde und das iPhone

iPhone

iPhone (unter Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported - Name: DanielZanetti)

Hier ein kurzer Hinweis auf eine aktuell heiß laufende Diskussion über die Ethik und das iPhone – als Nachtrag zu meinem vorigen Artikel über ethische Unternehmen.

Beim chinesischen Unternehmen Foxconn haben seit Jahresbeginn zehn Menschen Selbstmord begangen (Anmerkung: ca. 4,5 Monate), wobei Kritiker einen Zusammenhang zwischen den Arbeitsbedingungen (z.B. mit einer Arbeitszeit von 70 pro Woche) und dieser hohen Todesrate sehen.

Diese Information würde es wohl kaum in die westlichen Medien schaffen, wenn Foxconn nicht ein Hersteller für technische Geräte von Apple, HP, Dell und weiteren Firmen wäre. Unter anderen wird auch Apple’s  iPhone hier produziert. Weiterlesen

Ethische Unternehmen

Gibt es ethische Unternehmen? Warum sollte ein Unternehmen ethisch sein?
Wie kann man die Ethik eines Unternehmens messen? Sind manche Unternehmen ethischer als andere? Und wenn ja, warum?

Das alles sind schwierig zu beantwortende Fragen.

Die Arbeit „Ethische Ratings für Unternehmen aus Konsumentensicht – Möglichkeiten, Auswirkungen und Grenze“ von Barbara Ries Tarock-Karte Sonneund Norbert Sträter umreißt die Grundlagen von ethischer Bewertung und baut einen beispielhaften Kriterienkatalog auf – zeigt aber auch die Grenzen von ethischen Kriterien bei der objektiven Bewertung. Das 17-seitige Dokument (wobei noch ein paar Seiten wegen Titelblatt, Inhalts- und Literaturverzeichnis abgezogen werden können) ist recht kurzweilig zu lesen und eine gute Grundlage für das Thema:  http://129.3.20.41/eps/get/papers/0409/0409001.pdf

Weiterlesen