Offene Karten zur modernen Ernährung & Agroindustrie

Weizenfeld

Weizenfeld (Bild frei verwendbar für private Zwecke)

Die Sendung „Mit offenen Karten“ auf arte ist wirklich eine Empfehlung wert. In rund 10 Minuten werden meist sehr interessante geo-politische Themen einfach und visuell unterstützt aufbereitet.

Vor kurzem befasste sich eine Sendung mit „moderner Ernährung & Agroindustrie“. Hier einige interessante Fakten:

  • 80 % (!!!) der in Großstädten[1] konsumierten Speisen sind „verarbeitete“ Produkte aus der Nahrungsmittelindustrie (oft mit Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, etc.) und keine selbst zubereitenen Speisen aus natürlichen Zutaten.
  • 74 % der Bauern weltweit haben keine technischen Geräte zur Verfügung – nicht mal ein Zugtier!
  • Rund eine Milliarde Menschen leidet an Nahrungsmangel während 500 Millionen Menschen fettleibig sind.

Noch eine Anmerkung zum ersten Punkt, falls dies noch nicht bekannt ist: Auf viele „gesunde“ Produkte mit der Aufschrift „Ohne Geschmacksverstärker“ enthalten laut Liste der Zutaten „Hefeextrakt“. Dieser ist das Ausgangsprodukt für Mononatriumglutamat und enthält auch Glutamat. Seine Wirkung ist damit ähnlich die die bekannten Geschmacksverstärker auch wenn laut Gesetz nicht als solcher ausgewiesen werden muss.

Die Folgen der Sendung „Mit offenen Karten“ sind auf der arte-Homepage für eine Woche nach der Ausstrahlung und auf YouTube teilweise länger zu sehen. Einfach auf YouTube nach „Mit offenen Karten moderne Ernährung Agroindustrie“ suchen und man wird sicher fündig.

Viel Spaß beim Ansehen!

[1] Als Großstädte wurden Städte weltweit mit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern gewertet.

 

Werbeanzeigen

Raus aus dem Öl? Das Gegenteil ist der Fall!

Graphik BMVIT 2010: Innovative Energietechnologien in Österreich  Marktentwicklung 2009

Graphik BMVIT 2010: Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2009

Ein sehr guter Artikel zum Thema „Öl“ und den – leider nicht fuß-fassenden – umwelfreundlichen Alternativen ist auf dem Blog „Guensberg“ zu finden.

Laut der Marktstatistik „Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2009“ des BMVIT gab es im Jahr 2009 einen leichten Rückgang bei Pellets und Wärmepumpen und dagegen einen Zuwachs von 84 % beim Verkauf von Öl-Heizungen. Die Informationen sind kurz, prägnant und inklusive einiger Graphiken im Artikel aufbereitet: http://guensberg.wordpress.com/2010/06/09/raus-aus-dem-ol-in-osterreich-ist-das-gegenteil-der-fall/

Lesenswert!

Luftbilder der Öl-Katastrophe im Eigenbau

Ein tolles Beispiel von Eigeninitiative!

Grassroots Mapping CardDas Projekt „Grassroots Mapping“ macht derzeit Luft-Bilder von der Öl-Katastrophe (oil spill) im Golf von Mexiko – und das mit einfachsten Mitteln! Währenddessen werden offizielle Medien bei der Berichterstattung behindert.

Die Öl-Katastrophe wurde durch die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horzion“ von BP (Beyond Pretroleum) ausgelöst und das Öl breitet sich weiterhin aus – siehe auch „Der Ölteppisch über Österreich“ und „Öl-Katastrophe – Einsatz von Atombombe?„. Weiterlesen

Der Öl-Teppich über Österreich

Oil Spill in Austria

Öl-Teppisch über Österreich

Die Webseite „Visualizing the BP Oil Disaster“ zeigt das verheerende Umweltkatastrophe nach der Explosion der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko in neuen Dimensionen. Das Bild legt den aktuellen Stand der Verbreitung der Ölpest mittels Google Maps über Österreich und zeigt so die Ausmaße der Verschmutzung.

Siehe auch „Öl-Katastrophe: Einsatz von Atombombe?


Öl-Katastrophe: Einsatz von Atombombe?

Bisher sind alle Versuche das Bohrloch der Deepwater-Horizon zu schließen gescheitert. Die Bohrinsel von BP (British Petroleum bzw. „beyond petroleum“) war Ende April 2010 nach einer Explosion gesunken und hat das offene Bohrloch zurückgelassen, durch das nun ständig Erdöl in den Golf von Mexiko gespült wird.

Nukleare  ExplosionAuch der aktuelleste Versuch – die Operation bzw. Methode „Top-Kill“, bei der Schlamm, Zement und anderes schweres Material mit großen Druck in das Bohrloch gepumpt wurde um es zu verschließen – gilt nun offiziell als gescheitert.

Nun werden Rufe nach dem Einsatz einer kleinen [sic] Atombombe laut. Dies basiert einerseits auf einer Empfehlung der russischen Zeitung „Komsomoloskaya Pravda„, nach deren Aussagen in Russlang bereits mehrfach Ölquellen oder Bohrlöcher mit geziehlten Sprengungen von Atombomben geschlossen wurden. Gleichzeitig heißen auch viele Amerikaner diesen Vorschlag gut und üben Druck auf das Weiße Haus aus.

In einem Artikel auf Telepolis gibt es dann auch folgendes zu lesen:

„Matt Simmons, der Gründer der Energie-Invedstmentbank Simmons & Company sagte gegenüber Bloomberg News, dass die Regierung nun die Zügel in die Hand nehmen müsse. Der Einsatz einer kleinen Atombombe sei wohl die einzige noch verbleibende Möglichkeit, das Loch zu schließen.“
[Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/2/147723]

Ich frage mich nur: Ist das wirklich euer Ernst? Ist das reiner Populismus? Und denkt hier noch irgendjemand (wirklich!) an die Umwelt?

Guerilla Gardening

Was kann man noch zu einer Initiative sagen, die sich „Pimp Your Pavement“ auf die Fahnen geschrieben hat? Dieser Satz ist (meiner Meinung nach) schon genial schön – und eine nette Anspielung auf der verdummenden „Pimp My was-auch-immer“-Shows auf MTV oder sonstwo.

Guerilla Gardeners in den Niederlanden

Guerilla Gardeners in den Niederlanden (Bild unter Creative Commons-Lizenz "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert)", Name: "Lampje at nl.wikipedia")

„Guerilla Gardening“ ist die Idee, seine eigene Stadt mittels Blumen und Pflanzen zu verschönern. Freie Flächen sollen genutzt werden, lieblos verwahrloste Plätze sollen aufgewertet werden. Blumen sollen Farben und Freude ins (Stadt-)Leben bringen.

Weiterlesen

Filmreview „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“

Vor einigen Tagen habe ich mir den Film „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ angesehen – einen Review möchte ich euch nicht vorenthalten. Es handelt sich um eine Öko-Doku, Windraddie sich mit alternativen Energieformen und autonomer Energie-Versorgung beschäftigt. Es ist die Verfilmung eine des  Sachbuches „Energieautonomie“ von Hermann Scheer.

Der Film zeigt funktionierende Beispiele aus Dänemark, Mali, Bangladesh, den USA und weiteren Ländern. Insgesamt werden alle Projekte sehr positiv dargestellt: Schöne Windräder, Wüsten voll mit Sonnenkollektoren, pfeilschnelle Elektro-Autos, wohnliche Niedrigenergie-Häuser und sogar Mikro-Kredite. Weiterlesen